Ich seh aus, als stünde ich unter Drogen!
Aber ich seh nur so aus, ehrlich! Drogen sind böse und deren Einnahme kann ich natürlich in keinster Weise befürworten.
Ich war heute morgen zur lange angekündigten Voruntersuchung für eine Augen-OP und habe nun Tropfen zur Weitung der Pupillen im Auge. Deswegen irre ich seit ein paar Stunden durch die Gegend und mag das Tageslicht heute nicht so besonders. Aber es wird inzwischen schon besser und ich sehe auch nicht mehr alles nur verschwommen. Daher möchte ich nun endlich berichten, was ich erlebt habe.
Etwas zu früh kamen wir heute morgen in der Augenpraxisklinik in Heidelberg an. Es ist ein ziemlich großes Gebäude, das insgesamt einen guten Eindruck macht, vor allem in den oberen Sprechzimmern. Am Empfang warteten bestimmt 6-8 Sprechstundenhilfen für bis zu diesem Zeitpunkt außer mir noch einem Patienten, den ich gesehen habe. Und in den oberen Räumen gab es noch mehr Helferinnen! Naja. Zuerst hat man mir einiges zum Lesen und Ausfüllen in die Hand gedrückt und dann begann der Untersuchungsmarathon. Ich durchlief Raum für Raum und meine Augen wurden mit den verschiedensten Gerätschaften vermessen. Das Ergebnis der Untersuchung teilte mir ein Optiker mit. Ich bin für alle Verfahren geeignet. Hauptsächlich empfohlen wurde mir jedoch durch ihn und später auch durch eine Ärztin, das Oberrflächenverfahren. Also keine Lasik, sondern eine PRK. PRK?? Bisher dachte ich, PRK wäre etwas veraltet und dass das heute als Lasek durchgeführt wird. Aber dem ist wohl – zumindest in HD – nicht so. Die PRK (Photorefraktive Keratektomie) unterscheidet sich laut der Ärztin zur Lasek nur darin, dass das Epithel, also die oberste Schicht nach der OP nicht wieder an das Auge angelegt, sondern komplett entfernt wird. Die Erfahrung habe wohl gezeigt, dass das Epithel am Auge zu belassen nicht die schmerzfreiere Variante für Patienten ist und das dem Auge bei der Regeneration auch nicht hilft, da es ja ohnehin nachwächst. Da ich mich selbst mit dem Thema Flap ziemlich verrückt gemacht hab und viel darüber gelesen habe war es für mich sehr positiv zu hören, dass mir in dieser Praxisklinik eher zum Oberflächenverfahren geraten wurde – es wäre längerfristig besser, aber dauert natürlich länger in der Heilung etc. Im Prinzip wurde mir bestätigt, was ich eh schon dachte und diese Sorgfältigkeit hinterließ bei mir zumindest mal ein recht gutes Bauchgefühl, auch wenn das noch immer heißt, dass ich mein Auge mit einem Laser irreversibel behandeln lassen will…
Jetzt möchte ich noch die Augenärztin meines Vertrauens dazu befragen und dann folgt für mich das Gespräch mit meinem Chef, ob ich denn in naher Zukunft 2 Wochen Urlaub nehmen könnte um dann hoffentlich mit Adleraugen wiederzukommen
Drückt mir die Daumen, dass alles so laufen kann, wie ich es mir im Moment vorstelle!














10 Kommentare:
TabTwo
15:40 Uhr
Das hört sich trotzdem irgendwie für mich gefährlich an.
Kennst du irgendwelche Statistiken? Erfolgsquoten?
geby
15:52 Uhr
Hi geby,
schön, dass du dich zu Wort meldest!
Also es gibt Statistiken und Erfolgsquoten, die sind mir auch wichtig. Natürlich ist es mit Risiken verbunden, aber nach allem was ich gelesen habe, können Kontaktlinsen schon fast genauso gefährlich sein, und solche Operationen werden wohl inzwischen häufiger durchgeführt als Blinddarm-OPs. Die Erfolgsquote liegt bei 95%, dass alles ohne Schwierigkeiten zu einem Ergebnis führt, das zwischen -0,5 und +0,5 Dioptrien liegt, womit man problemlos Autofahren etc. kann.
Die restlichen 5% teilen sich wie folgt auf: 4% bei denen das Ergebnis nicht direkt die gewünschte Dioptrienzahl erreicht oder sich dies erst mit Komplikationen einstellt, 0,5% erwartet eine Verschlechterung der Sehkraft, und bei den letzten 0,5% treten Komplikationen die von der Operation herrühren und bei jeder OP auftreten können auf, wie z.B. Probleme durch die örtliche Betäubung.
Das alles sind Angaben, die längere Recherchen von mir ergeben haben (verschiedene Infoseiten etc.) und die mir auch heute so in der Praxisklinik genannt wurden.
Du hast absolut recht, das alles ist nicht zu unterschätzen, aber ich bin ohne Sehhilfe mit einem Visus von 6% so gut wie hilflos. Kontaktlinsen vertrage ich nicht mehr richtig und eine Brille finde ich furchtbar nicht nur aus Eitelkeit. Dafür würde ich das Risiko auf mich nehmen, zumal eine Erblindung aufgrund der geringen Tiefe des Schnittes quasi nicht möglich ist. Ich hoffe, es ist die richtige Entscheidung, aber aus momentaner Sicht bin ich für mich überzeugt davon.
Trotzdem bin ich natürlich immer offen für Einwände!
.. ups, der Kommentar ist ja schon fast ein eigener Blogeintrag….
Kathi
17:57 Uhr
Ja ich höre da schon raus, dass du auf dem Gebiet wohl mittlerweile ne halbe Expertin bist
Was auch immer interessant zu wissen ist, wie ich finde, ist, welche der beiden Methoden die teuere ist und ob die von den Krankenkassen anders behandelt werden.
Könnte ja durchaus sein, dass ein Arzt dir die vorteile der einen Methode darlegt, weil er von der Kasse angehalten ist eine bestimmte Methode zu nehmen.
Ich denke mal, in diesem Fall ist das nicht so, aber wie gesagt, ich finde es vor solchen Gesprächen halt auch immer wichtig zu wissen.
geby
18:39 Uhr
*g* danke.. das glaube ich so langsam auch!
Was die Krankenkassen angeht, die sind hier schon mal völlig raus, denn Augen-OPs werden definitiv von keiner gesetzlichen Krankenkasse übernommen und ich bin gesetzlich versichert. Was den Laser betrifft, kostet jede Behandlung gleich, da immer derselbe Excimer-Laser verwendet wird, die Frage ist lediglich, auf welche Weise man vorher das Auge freilegt. Das wird nur etwas teurer, wenn auch dafür ein Laser verwendet werden soll, was einzig bei der Femto-Lasik der Fall ist, die auch mehr kostet. Daher hatte ich erwartet, dass man mir die Methode “verkaufen” will. Wurde mir zwar auch groß und breit angeboten, aber genauso die Alternative mit der PRK. Daher bin ich als Skeptiker wie du auch einer zu sein scheinst sehr zufrieden mit meinem Vorgespräch!
Kathi
18:47 Uhr
Drücke beide Daumen :) *thumbs pressing*
Tobias
21:07 Uhr
Dazu wünsche ich dir noch ein wunderschönes Weihnachtsfest!
Jenny
22:17 Uhr
ich hab mir auch die augen machen lassen ich hab keine probleme meine werte sind top
und ich würde es immer wieder machen lassen
Silke
11:35 Uhr
Hallo.
Meine Op ist heute und ich bin schon richtig nervös. Bei mir wird Lasek gemacht und deine Seite hat mir gerade gut geholfen :)
Sandra
12:35 Uhr
Hallo Ihr Lieben!
ich hatte meinen Termin kurz vor Ostern. Ich muss sagen, weh getan hat gar nix. Die OP selbst war zwar unangenehm aber nicht schmerzhaft. Ich hatte 4 Dioptrien und das seit meinem 10. Lebensjahr (jetzt bin ich knapp 33). Die Lebensqualität ist einfach ein Hammer! Keine Brille, keine Linsen, kein Beschlagen der Brille, keine Spritzer oder Schmutzflecken mehr. Endlich Sonnenbrille tragen! Ich hatte TOTAL schiss vor der OP aber wie gesagt, das war unbegründet. Ich habe jetzt noch knapp 0,25 Dioptrien auf beiden Augen was echt egal ist weil ich ohne Probleme Autofahren, Fernsehen und PC-Arbeiten kann. Kann echt nur jedem empfehlen: TUT ES! LG
Michi
08:22 Uhr