Motocross WM am 30.08. in Lierop, NL

Am Wochenende – da war ja noch Motocross WM! Kennste? Haste mitgekriegt…?
Obwohl das natürlich ein super Event ist, glaub ich dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung meine Frage mit “nein” beantworten wird… In einer Welt, die von Fußball und Formel 1 regiert wird, bekommt man solche Ereignisse halt nicht zwangsläufig mit… :keinplan:

Dabei kann man schon ein wenig enttäuscht sein, wenn selbst auf großen deutschen Sportportalen derartige Meisterschaften kaum in einem Nebensatz erwähnt werden. Von Nachwuchsförderung mal ganz abgesehen, aber das ist ein anderes Kapitel.

Für uns war das jedenfalls Grund genug, an einem Sonntag um 4:30 Uhr aufzustehen und nach Holland zu fahren. Der Tag war zwar anstregend, aber zugleich sehr schön. Wir haben viele geniale Zweikämpfe gesehen. Die Deutsche Steffi Laier wurde beim letzten Lauf der Frauen-WM in Lierop mit einer beeindruckenden Leistung zur Weltmeisterin gekürt. Platz 2 ging an Larissa Papenmeier mit einer Körpergröße von gerade mal 1,54m (sogar noch kleiner als ich!) – was nun wirklich respektabel ist.

Aber auch MX1 wie MX2 der Männer waren super spannend. Der Boden in Holland ist sehr sandig und deutlich anspruchsvoller für die meisten Fahrer. Daher ging der Sieg bei den Herren der MX1 in beiden Läufen an einen souveränen Ken “Keeno” De Dycker und Deutschlands Vorzeige-Motocrosser Max Nagl erreichte im 1. Lauf Platz 8 und kam im 2. Lauf dann auf Rang 5. Leider zu wenig Punkte um den führenden der Punktetabelle Antonio Cairoli noch einzuholen. Und so konnte dieser bereits bei der vorletzten Veranstaltung vor dem Grand Prix of Brazil seinen Weltmeisterschaftstitel feiern.

In der MX2 überzeugte ein immer besser werdender Ken Roczen. Für alle, die es noch nicht mitgekriegt haben – ich bin totaler Fan des 15jährigen und derzeit WM – Fünften. Und diesen 5. Platz hat der junge Thüringer erreicht, obwohl er die ersten 8 Grand Prix-Läufe aufgrund seines Alters von bis dahin noch 14 Jahren nicht mitfahren durfte (!). Trotz der schlechten Umstände kam er in Lierop mit einem 4. Platz im 1. Lauf und Rang 2 im 2. Lauf mal wieder aufs Podium hinter Marvin Musquin (1.) und Rui Goncalves (2.).

Und auch die Stimmung hätte nicht besser sein können: ähnlich wie bei diversen Festivals wurde gecampt, von den meisten Leuten der Müll einfach überall liegen gelassen und man stieg auf Leitern oder selbstgebastelte Stühle, um die Strecke besser überblicken zu können… Aber das gehört eben alles dazu… Nur das Bier war leider viel zu teuer! ;-)

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Mehr Bilder gibts übrigens in der Galerie…

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